Veröffentlicht am 3. März 2021
Technologieentscheidung: Eigenentwicklung oder Fremdbezug?
"Als Technologieführer müssen wir uns immer wieder die Frage stellen, ob wir in den Aufbau von Technologie oder Kompetenzen intern investieren oder diese zukaufen sollten.“
Am Donnerstag, dem 4. März um 8:30 Uhr, fand die Rückkehr des Frühstücksbriefings für Technologieführer aus Südwales statt, das von einem Berater von iO Associates veranstaltet wurde. Charlotte Herapath, sowie Steph Locke, CEO von Nightingale HQ, ein KI-Experte, der zum Unternehmer wurde.
Steph setzt sich mit Leidenschaft dafür ein, Unternehmen dabei zu helfen, ihre Daten effektiver zu nutzen und KI einzuführen. Sie hat zwei Bücher über Data Science geschrieben und ist eine von nur vier Personen weltweit, die als Microsoft Most Valued Professional (MVP) im Bereich Datenplattformen und KI-Technologien ausgezeichnet wurden.
Zum Auftakt der Sitzung hob Steph die 6 wichtigsten Punkte hervor, die technische Führungskräfte bei der Entscheidung zwischen Eigenentwicklung und Zukauf berücksichtigen sollten:
Letztendlich muss die erste Frage lauten: Was ist das wichtigste Ziel oder die wichtigste Lösung, die wir in unserem Unternehmen erreichen wollen, und wie passt das in die Gesamtstrategie? Immer wenn wir über Technologie nachdenken, müssen wir uns fragen, ob sie einen Einfluss auf unser übergeordnetes Ziel hat. Kein Einfluss = sinnlos.
Steph erwähnte, dass der ROI ebenfalls zu den wichtigsten Kriterien gehört. Funktionen wie DataOps und DevOps sind dafür ein gutes Beispiel. Ihre Implementierung kann sehr kostspielig sein und ist in der Regel mit hohen Vorlaufkosten verbunden, ermöglicht aber im Laufe der Zeit eine schnellere Entwicklung und Veröffentlichung in höherer Qualität, und die Ergebnisse verbessern sich kontinuierlich.
Sie sollten sich auch die Frage stellen, wer für die neuen Funktionen verantwortlich sein wird. Planen Sie, die vorhandenen Mitarbeiter weiterzubilden? Oder neue Mitarbeiter einzustellen? Muss es sich dabei um eine erfahrene Fachkraft handeln? Oder können Sie auch jemanden mit weniger Berufserfahrung einstellen?
Es wurde vorgeschlagen, von Anfang an eine erfahrenere Person einzustellen, insbesondere bei der Implementierung von KI. Sollten Kompetenzlücken bestehen, schließt die Einstellung einer erfahrenen Person diese und stellt sicher, dass die weitere Entwicklung des Projekts – sei es durch die Einstellung weiterer Mitarbeiter oder die Weiterbildung des bestehenden Teams – gesteuert werden kann. Zudem wurde darauf hingewiesen, dass die alleinige Verantwortung einer einzelnen Person zu einem Single Point of Failure führen kann. Hier bietet sich Outsourcing an, da spezialisierte Beratungsunternehmen ganze Teams zur Verfügung stellen können.
Die Veranstaltung war äußerst aufschlussreich und bot viele wertvolle Ideen und Erfahrungen. Wir hoffen, dass unsere Teilnehmer einige der wichtigsten Erkenntnisse mitnehmen und diese in ihren eigenen Organisationen umsetzen werden.